Willkommen

Willkommen beim Internet Angebot der interdisziplinären deutschsprachigen Liste "Menschliches Verhalten in evolutionärer Perspektive".Sie finden auf diesen Seiten eine Liste mit Adressen von Forschern und Personen verschiedener Teildisziplinen, die im Bereich des menschlichen Verhaltens im Kontext der Evolutionstheorie arbeiten. Desweiteren bieten wir aktuelle Informationen, Termine, Buecher und Texte zum Thema.

Sie wollen für die MVE-Liste Werbung machen? Dann verbreiten Sie doch einfach diesen Flyer pdf Datei des Tagungsprogrammes unter Ihren KollegInnen. Helfen Sie mit, das Netzwerk weiter zu vergrößern!
© Diese Seite wird betrieben von Benjamin P. Lange, Lars Penke und Sascha Schwarz (z.Zt. Webmaster).
Logo design von Petra Becher "Die Kreativalm"


Aktuelle Nachrichten / News:

Einladung zur Gründungsversammlung der GEN-AG ʻEvolutionsgenetikʼ in der Gesellschaft für Genetik

Erfreulicherweise ist seit mehreren Jahren eine Renaissance der Evolutionsbiologie zu beobachten:

• Zahlreiche Publikationen herausragender Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Evolutionsgenetik

• Herausgehobene Würdigung der Evolutionsbiologie in den Medien im Darwinjahr 2009

• Kritische Diskussionen zu kontroversen Themen wie Atheismus oder Kreationismus, die mittelbar und unmittelbar mit der Evolutionsgenetik zusammenhängen

• Besondere Förderung der Evolutionsbiologie in Deutschland, z.B. durch die Volkswagen-Stiftung

Die GEN-AG ‘Evolutionsgenetik’ ist eine neue Studiengruppe der Gesellschaft für Genetik, um die Aktivitäten in den Gebieten der Evolutionsgenetik, Populationsgenetik und Molekularen Evolution zu vernetzen und eine Plattform für den wissenschaftlichen Austausch zu entwickeln. Diese Ziele sollen durch Workshops im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Genetik oder in unabhängigen wissenschaftlichen Kolloquien (Frühjahrsakademie der GfG) erreicht werden. Die derzeitigen Sprecher der GEN-AG sind Prof. Karl Schmid (Universität Hohenheim) und Prof. Diethard Tautz (MPI für Evolutionsbiologie Plön).

Das Themenspektrum der GEN-AG umfasst die theoretische Evolutionsgenetik (z.B. Spieltheorie), theoretische und empirische Populationsgenetik, Quantitative Genetik, Molekulare Evolution, evolutionäre Genomik und evolutionäre Ökologie.

Die Gründungsversammlung der GEN-AG Evolutionsgenetik findet am Mittwoch, dem 16. September 2009 um 13:00 Uhr im Vorlesungsgebäude der Universität Köln unmittelbar vor der Jahrestagung der Gesellschaft für Genetik in Köln statt.

Interessierte Wissenschaftler sind herzlich dazu eingeladen, an der Gründungsversammlung teilzunehmen und sich in der GEN-AG zu engagieren.

Weitere Informationen über die GEN-AG erhalten Sie von den beiden Sprechern Prof. Karl Schmid, Universität Hohenheim (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und Prof. Diethard Tautz, MPI für Evolutionsbiologie Plön (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Die Jahrestagung ist im Internet unter http://www.genetics2009.de/ zu finden.

Neuerscheinung: Christian Lehmann, Singstreit, Ständchen und Signale. Zur Biologie und Evolution musikalischen Verhaltens

Lehmann, Christian
Singstreit, Ständchen und Signale. Zur Biologie und Evolution musikalischen Verhaltens.


Warum singt der Mensch? Auf welchen Wegen der Evolution haben wir die Fähigkeit gewonnen, uns musikalisch mitzuteilen? Die alltägliche akustische Kommunikation funktioniert durch das gesprochene Wort. Gesang nehmen wir als Kunst um der Kunst willen wahr. Doch die Physiologie des Stimmapparats und die Psychologie der Stimmwahrnehmung sprechen dafür, Singen auch als „biologisches Signal“, als evolutionäre Verhaltensanpassung zu verstehen.

Über Kulturgrenzen hinweg gibt es typische Verhaltenssituationen, in denen Menschen sich einer musikalisierten Form der Sprache bedienen. Ein Beispiel dafür ist der „Singstreit“: Traditionen gesungener Wortgefechte, die überall auf der Welt sehr ähnliche Merkmale aufweisen und wichtige soziale Funktionen erfüllen.

Die hier vorgestellten Befunde sind ein Beitrag zur aktuellen Diskussion über die Evolution menschlicher Musik und Musikalität und deren Verhältnis zur Sprache – nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit Geoffrey Millers Aufsehen erregender These über Musik und Kunst als Ergebnisse sexueller Selektion.

 

Inhalt:

Einführung

Teil I: Signale •
Singen und MusizierenKönnen wir sprechen, weil wir singen können?Singstimme und SprechstimmeDer abgesenkte KehlkopfStimme als Indikator der physischen und psychischen VerfassungZuverlässige SignaleGeschlechtsdimorphismusOktavidentitätStimmlagen-PräferenzenWidersprüchliche Signale?

Teil II: Singstreit •
Mythologischer und literarischer ToposPraxis in rezenten und historischen KulturenDer musische Agon und seine HintergründeBemerkungen zur MethodikRang und Ansehen: Rhapsoden-Wettstreit in ZentralasienDrumming the scandal bei den TivHimou: Kontraktgesang der YanomamiTraditionen im deutschen SprachraumKulturübergreifende MusterRap und andere moderne FormenMusikalischer und physischer KampfFußball-FangesängeHakaVerhaltensbiologische AspekteRufe als Wettbewerbsmittel bei PrimatenTurnierkampf des MenschenRitualisierung und ReglementRisikoRhythmus und DrohenGeschlechtsspezifität„Energieüberschuss“-TheorieFazit: Warum Singstreit statt Disput?Innergruppen- und Zwischengruppen-KonfliktConcerto – Das Wettstreitmotiv in der europäischen KunstmusikBach gegen Marchand – David gegen GoliathWeitere Musiker-LegendenDer Kampf um das „hohe C“Musikwettbewerbe und Casting-Shows

Teil III: Ständchen •
Sind Musiker sexy?Geoffrey Millers HypotheseDie Asymmetrie der GeschlechterMan(n) müsste Klavier spielen können?Musikalität als Kriterium der Partnerwahl: Zwei empirische Untersuchungen1. Versuch in einer Internet-SinglebörseMethodeErgebnisse2. Fragebogen-UntersuchungMethodeErgebnisseDiskussionFolgerungen

Resümee und Ausblick •
Anhang zur Fragebogen-UntersuchungLiteraturverzeichnis


Link

Anmeldung mit eMail-Adresse oder Benutzername