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Willkommen beim Internet Angebot der interdisziplinären deutschsprachigen Liste "Menschliches Verhalten in evolutionärer Perspektive". Sie finden auf diesen Seiten eine Liste mit Adressen von Forschern und Personen verschiedener Teildisziplinen, die im Bereich des menschlichen Verhaltens im Kontext der Evolutionstheorie arbeiten. Desweiteren bieten wir aktuelle Informationen, Termine, Buecher und Texte zum Thema.

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Aktuelle Nachrichten / News:

 

 

Neuerscheinung: Evolution - Kognition - Dichtung (Karl Eibl) Drucken

Gerne möchten wir Sie auf eine besondere Neuerscheinung hinweisen. Wie in unserem Newsletter vom Juli 2014 bekannt gegeben ist Herr Prof. Karl Eibl viel zu früh verstorben. Kürzlich ist allerdings sein neuestes Werk Evolution - Kognition - Dichtung erschienen (Mentis Verlag).

Neuerscheinung Karl Eibl (2016) Evolution - Kognition - Dichtung Cover

Die Literaturwissenschaft widmet sich seit einigen Jahren verstärkt dem Zusammenhang von Kognition und Dichtung. Dass die menschliche Kognition ihrerseits im Rahmen der biologischen Evolution zu betrachten ist, ist in den kognitivistischen Literaturstudien weniger präsent. Karl Eibl hat sich diesem Defizit bereits 2004 in seinem Buch Animal poeta zugewandt, indem er die anthropologischen Grundlagen aus den neueren Entwicklungen in Soziobiologie und Evolutionärer Psychologie für einen literaturwissenschaftlichen Erkenntnisbedarf adaptierte und weiterentwickelte. Nach einer Folgestudie zum biologischen Kulturbegriff, die 2009 unter dem Titel Kultur als Zwischenwelt erschien, wendet Eibl sich mit diesem Buch nun spezifischer literarischen Phänomenen zu.

Der einleitende Teil des Buches rekapituliert die Rahmentheorien für eine biologische Perspektive auf Sprache, Kultur und Ästhetik. In mehreren Kapiteln zu literarischen Formen und Figuren werden dann grundlegende Strukturphänomene erörtert, die sich aus biologisch verankerten Dispositionen ableiten lassen. So wird anschaulich gemacht, wie aus dem induktiven Erfahrungslernen die Möglichkeit zu metaphorischer Bildlichkeit hervorgeht und wie sich universale Plots auf kognitive Gestalterwartungen zurückführen lassen. Auch die Autorposition wird aus biologischer Perspektive betrachtet und als notwendige Instanz im menschlichen Kommunikationsverhalten mit den literaturtheoretischen Positionen zur Autorfrage vermittelt. Der letzte Teil des Buches setzt an bei einer Spezifik menschlicher Kognition, die als ›Weltoffenheit‹ oder ›kognitiver Imperativ‹ bezeichnet werden kann. Als emotionale Disposition Angst steuert sie menschliche Bewältigungsarbeit in Form von Mythos, Religion und Dichtung. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt hier der Lyrik als unmittelbarster Form des ritualisierten Umgangs mit dem kognitiven Imperativ.

ISBN 978-3-95743-047-2

38,00 EUR

http://www.mentis.de/index.php?id=00000017&article_id=00000028&category&book_id=00000891&serie_id=00000010

 
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