Der „kleine Käfig [oder die platonische Höhle] des Bewusstseins“

Kann die moderne Naturwissenschaft in Form der Biologie das Rätsel des Bewusstseins lösen, und damit die bisherigen Geisteswissenschaften überflüssig machen, die mit ihrer zweitausendjährigen Tradition an diesem Rätsel gescheitert sind? Diese Ansicht und dieser Anspruch wird zumindest von dem Biologen Edward O. Wilson in seinem neuen Buch „Der Sinn des menschlichen Lebens“1 vertreten. Aber bei näherer und kritischer Betrachtung zeigt sich, dass genau umgekehrt die Naturwissenschaften bei ihren Problemen die Hilfe der alten Geisteswissenschaften benötigen.

 

Der direkte Angriff der modernen Naturwissenschaft auf die „Festung des Bewusstseins“

In Wilsons neuem Buch hat der Sinn des menschlichen Lebens für ihn viel mit der Geisteswissenschaft zu tun, denn „wenn man behaupten kann, unsere Spezies hat eine Seele, dann wohnt sie in den Geisteswissenschaften“2. Darin liegt für Wilson die Zukunft des Menschen – aber erst nach dem die Naturwissenschaft oder Biologie der alten Geisteswissenschaft gezeigt hat, wie es wirklich geht, denn: „Seit über zweitausend Jahren mühen sich die Philosophen, das Bewusstsein zu erklären. Genau das ist ja auch ihr Job. Da sie keine Ahnung von Biologie haben, sind sie – eigentlich verständlicherweise – zu keinem Ziel gekommen“3. Die bisherigen Geisteswissenschaften betrachtet Wilson daher als „in einem kleinen Käfig des Bewusstseins“4 steckend, die darin allein, also ohne die Biologie, das eigentliche Mensch-Sein grundsätzlich nicht begründen können.

Der Weg und das Mittel zu dieser von der Biologie geführten Geisteswissenschaft besteht für Wilson in dem „Brain-Activity-Map-(BAM-)Projekt“ als „direkten Angriff auf die Festung, den Darwin für unmöglich erklärt hatte“5. Darin konzentrieren sich die Neurowissenschaftler auf „den Gral der Naturwissenschaften, der heller leuchtet und den sie eher verstehen können [als den freien Willen]: die physikalische Grundlage des Bewusstseins, das ja den freien Willen mit umfasst“6, denn „es gibt für die Menschheit kein wichtigeres wissenschaftliches Forschungsprojekt, als das Phantom des bewussten Denkens dingfest zu machen“7.

Wilson vergleicht dieses Vorhaben mit dem Human Genome Projekt oder der Mondlandung. Ziel dabei ist die Kartierung jedes Neurons in Echtzeit, also „die gesamten Denkprozesse – rational und emotional, bewusst, vorbewusst und unbewusst, sowohl punktuell als auch im Zeitverlauf – auf eine physikalische Grundlage zu stellen“8. Wenn auf diese Weise, so schließt Wilson sein Buch nach dem Sinn des menschlichen Lebens (allerdings nicht sehr konkret), „die heuristische und analytische Kraft der Naturwissenschaften sich mit der introspektiven Kreativität der Geisteswissenschaften verbinden lässt, dann wird das menschliche Leben einen unendlich produktiveren, interessanteren Sinn bekommen“9.

 

Eine mit den alten Geisteswissenschaften kompatible Theorie der modernen Neurobiologie

Eine alternative, gegensätzliche Erklärung des menschlichen Seins von der Biologie her liefern die beiden Neurobiologen Humberto Maturana und Francisco Varela mit ihrem Buch „Der Baum der Erkenntnis“10. Darin sehen sie die alten Geisteswissenschaften nicht als gescheitert an, sondern behaupten vielmehr in Übereinstimmung mit der zweitausendjährigen Königsdisziplin der Geisteswissenschaft, dem Platonismus oder Idealismus: „Wenn wir die Existenz einer objektiven Welt voraussetzen, die von uns als den Beobachtern unabhängig und die unserem Erkennen durch unser Nervensystem zugänglich ist, dann können wir nicht verstehen, wie unser Nervensystem in seiner strukturellen Dynamik funktionieren und dabei eine Repräsentation dieser unabhängigen Welt erzeugen soll“11.

Mit dieser Aussage wird die scheinbar reale (physikalische) Grundlage negiert, von der das BAM-Projekt ausgeht, um das Problem des Geistes zu lösen. In der idealistischen Perspektive ist die scheinbar so reale physikalische Grundlage schon Ausfluss und Teil des Bewusstseins, so dass das Bewusstsein von dieser physikalischen Grundlage her gar nicht erklärt werden kann. Es ergibt sich stets die von Maturana und Varela beschriebene Kreisläufigkeit oder Zirkularität.12 Die eigentliche Grundlage dieser Welt und des Bewusstseins kennen wir daher gar nicht, und auch das »Davor« der Erscheinung des raum-zeitlichen Bewusstseins in der Evolution, das mit dem Tier entstanden ist, kennen wir nur im dort entstandenen Bewusstsein, d.h., wie es der Physiker und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker in einem kritischen Bezug zu dem Hauptwerk von Konrad Lorenz (der glaubte, mit der Evolutionären Erkenntnistheorie Kant widerlegt zu haben) ausdrückte: „Wenn das Bewußtsein ein Spiegel ist, so kennen wir die Rückseite des Spiegels nur gespiegelt.“13

Unterstützung und Bestätigung erfährt das idealistische Verständnis dabei ausgerechnet von der Physik, genauer gesagt der Quantenphysik, bei der die Realität der physikalischen Grundlage alles andere als geklärt ist. Ganz im Gegenteil spielt hier bei der Deutung der Messergebnisse der Idealismus eine Rolle, ja die oben zitierte Aussage von Maturana und Varela kann so auch auf die Quantenphysik angewendet werden. In der Quantenphysik werden die ungewollt aufgetauchten idealistischen Deutungen jedoch aus ideologischen Gründen nicht akzeptiert, man hält daher in der Naturwissenschaft lieber an einem nur noch »hypothetischen Realismus« fest (wobei dieser Ausdruck als Erkenntnis und Erfahrung im Grunde schon ein Widerspruch in sich ist).

Aufgrund dieses nur noch »hypothetischen Realismus« der Naturwissenschaft und ihrer seit einhundert Jahren vergeblichen Bemühungen um das Verständnis der Realität hinsichtlich der physikalischen Grundlage unserer Welt muss im Gegensatz zu Wilsons Aussage festgestellt werden, dass es die moderne Naturwissenschaft ist, die bei der Klärung der physikalischen Grundlage dieser Welt nicht „zu einem Ziel gekommen ist“. So spricht in einem SPEKTRUM-Interview mit dem bezeichnenden („Holzweg“)Titel „We are barking up the wrong tree“14 der Quantenphysiker Anton Zeilinger direkt die Philosophen an, um die physikalischen Forschungsergebnisse in der nach wie vor offenen Frage nach der Realität zu klären. Aufgrund der langen Erfolgslosigkeit hinsichtlich des Verständnisses von Realität hat man den Verdacht, in dieser Frage irgendwie auf dem „Holzweg“ zu sein.

Mit dem „Evangelium“-Begriff in diesem Interview deutet Zeilinger an, dass die moderne Naturwissenschaft (wie schon die Religion) dogmatisch und ideologisch an einem Realitätskonzept festhält, dass sich im Fall der Naturwissenschaft durch ihre eigenen Versuche schon lange nicht mehr halten lässt. „Was ist Realität?“. Diese Frage kann die Naturwissenschaft in Hinsicht auf die physikalische Grundlage dieser Welt ganz offensichtlich allein nicht beantworten. Sie ist dabei nach einhundert Jahren Quantenforschung auf die Hilfe der Geisteswissenschaft angewiesen. Warum sollte dann die Naturwissenschaft, wenn sie die physikalische Grundlage in ihrer eigenen Disziplin schon nicht klären kann, mit dieser ungeklärten Grundlage das Problem des Bewusstseins in den Geisteswissenschaften lösen können? Diese Ansicht und Erwartung ist sehr vermessen.

Maturana und Varela beschreiben ihren erkenntnistheoretischen Weg als eine „Gratwanderung“ zwischen den „Strudeln“ des Idealismus oder Solipsismus (Charybdis) und dem „Ungeheuer“ des Objektivismus oder Repräsentationismus (Szylla)15. Im Alltag können wir nur von einem Realismus ausgehen, genauso wie wir immer noch sagen, dass die Sonne es ist, die auf- und untergeht. Doch wie verhält es sich an den Grenzen der von uns erkannten Welt? Nach dem idealistischen Ansatz von Maturana und Varela bringt jedes bewusste Sein zu jedem Augenblick nicht nur die Farben in unserer Wahrnehmung hervor, sondern die gesamte von uns in Zeit und Raum erkannte Welt (mitsamt dem eigenen Sein darin!). Die scheinbare Realität dieser Welt ergibt sich von dieser Perspektive her vor allem durch die Interaktion und Kommunikation mit dem in dieser Welt erkannten Sein. Nach Maturana und Varela haben wir so „nur die Welt, die wir zusammen mit anderen hervorbringen“, so ähnlich wie eine Sprache nur in der Kommunikation mit anderen ein scheinbar reales Seins besitzt, obwohl es nur Laute sind, oder wie Geld einen scheinbar realen Wert besitzt, obwohl es doch im Grunde nur bloßes Papier ist.

Sowohl anderes in dieser Welt erkanntes Bewusstsein als auch das eigene Sein darin besitzen in der idealistischen Perspektive nur den für uns unvorstellbaren und paradoxen Status des punktuell und einzigartig Hervorgebrachten, denn andererseits wäre es wieder ein Realismus mit den scheinbar real und unabhängig vom Bewusstsein in Raum und Zeit existierenden Bewusstseinsarten. Mit dieser idealistischen Form der »Viele-Welten-Theorie« (wobei dieser Ausdruck darin schon wieder der realistischen Perspektive bei der „Gratwanderung“ entspricht) wäre nicht nur das grundlegende philosophische Problem der Qualia gelöst, sondern auch die Frage der Quantenphysik, wo und wie die mathematisch gefasste Welt der Quanten in die von uns erfahrene, bewusste und scheinbar reale Makrowelt übergeht, nämlich im jeweiligen und darin einzigartigen Bewusstsein (wie in dem naturwissenschaftlichen Gedankenexperiment „Schrödingers Katze und Wigners Freund“). Und auch die Frage, was mit uns nach dem Tod geschieht, löst sich damit insofern, weil diese Frage falsch gestellt ist: Wir haben wie alles andere Sein in der Welt nie real und substantiell existiert.

 

Die alte, vergessene Lösung des Bewusstseins in den Geisteswissenschaften

Bei Wilsons Argumentation muss nicht nur seine Grundlage kritisch hinterfragt werden, mit der er das Problem des Bewusstseins zu lösen trachtet, sondern er irrt darin, dass die Geisteswissenschaften in ihrer zweitausendjährigen Geschichte nicht zu „einem Ziel gekommen“ sind. Das sind sie nämlich, das Problem ist nur, dass sich die allermeisten Menschen diese Art von Ziel oder Lösung nicht vorstellen können oder wollen, vor allem da sie letztlich gar nicht vorstellbar ist. Im Fall des heliozentrischen Weltbildes konnte unsere Sinnestäuschung durch eine darüber liegende Perspektive mit Hilfe unserer Vorstellungskraft gelöst, erkannt und gewusst werden. Genau das geht aber im Fall unserer grundlegenden Seins- und Erkenntnisstrukturen nicht (da sie apriori da sind). Doch ist das ein nicht zu akzeptierender Makel, oder nicht vielmehr ein Anzeichen für eine wahrhaft geistige Lösung? Existieren wir, im Gegensatz zu allem anderen Sein in dieser Welt, in realer und substantieller Weise, und müssen dann, wie in der Religion, das Reale und Substantielle unseres Seins unbedingt erkennen, uns vorstellen und wissen können?

Wie es auch anders geht und als gleichzeitiger Nachweis dafür, dass die Geisteswissenschaften sehr wohl zu einem Ziel und Sinn gekommen sind, lässt sich in der Philosophie und Religion finden, konkret im Neuplatonismus und in der von der Antike bis zum späten Mittelalter bestehenden sogenannten »negativen Theologie« im Christentum. »Negativ« deshalb, weil das Göttliche hier im Gegensatz zur dogmatischen Religion in keinem Bild und keiner Vorstellung erfasst werden kann, sondern darüber nur in verneinenden Begriffen gesprochen werden kann, wie: Gott ist keine Person, ist nicht gut, nicht weise usw. Diese Theologie benutzt zwar im Christentum die christlichen Begriffe wie »Vater«, »Sohn« usw., doch das, was sie damit aussagt, ist neuplatonisch. Nach dem Verbot der philosophischen Schulen im alten Griechenland lebte die griechische Philosophie des Neuplatonismus praktisch im christlichen Gewand der negativen Theologie bis ins späte Mittelalter weiter.

So ist bei Meister Eckhart, mit dem erst diese negative Theologie im Mittelalter durch den Inquisitionsprozess gegen ihn ihr Ende fand, das Göttliche keine Person, die als »Übervater« vorstellbar und verehrbar ist, sondern ausdrücklich das unvorstellbare neuplatonische »einige Eine«. So sagt Eckhart über die letztendliche Realität als Absolutes:

„In voller Wahrheit und so wahr Gott lebt: Gott selbst wird niemals nur einen Augenblick da hineinlugen und hat noch nie hineingelugt, soweit er in der Weise und »Eigenschaft« seiner Personen existiert. Dies ist leicht einzusehen, denn dieses einige Eine ist ohne Weise und ohne Eigenheit. Und drum: Soll Gott je darein lugen, so muß es ihn alle seine göttlichen Namen kosten und seine personhafte Eigenheit; das muß er allzumal draußen lassen, soll er je darein lugen. Vielmehr, so wie er einfaltiges Eins ist, ohne alle Weise und Eigenheit, so ist er weder Vater noch Sohn noch Heiliger Geist in diesem Sinne und ist doch ein Etwas, das weder dies noch das ist.“16

Bei dem Philosophen Jens Halfwassen heißt es in seinem Buch „Plotin und der Neuplatonismus“17 über dieses Eine und sein Verhältnis zur Welt (das genau so auch bei Eckhart zu finden ist):

„Für Plotin gründet auch der Geist in dem absoluten Einen, das selbst «jenseits des Geistes» (epekeina nou) und «jenseits des Seins» (epekeina tês ousias) steht. Die Transzendenz des absoluten Einen nicht allein über alles Sein, sondern auch über alles Denken bildet zugleich die Grundlage für eine genuin philosophische Mystik, die Plotin ausgebildet hat. Denn wenn das Eine alle Denkbarkeit transzendiert, dann kann es nur noch dadurch erreicht werden, dass das Denken auch sich selbst übersteigt und im Heraustreten aus sich selbst (ekstasis) mit dem Einen selbst unterschiedslos Eins wird, in einer differenzlosen Einung.“18

Es ergibt sich nach Halfwassen die Paradoxie, dass das Absolute, Reale, das Alles begründet, in der Konsequenz dieser negativen Theologie selber nur noch als Nichts gedacht werden kann. In dem „«jenseits des Geistes»“ gibt es nicht einmal Erkenntnis und Bewusstsein: „Plotin verhüllt diese Paradoxie keineswegs. Sie enthält den höchsten Gedanken des Platonismus in sich: die reine Transzendenz des Absoluten und ihre Auslegung durch eine konsequent negative Dialektik oder negative Theologie.“19

Diese „reine Transzendenz des Absoluten“ hat direkt etwas mit der Relativität und Geschaffenheit unseres Seins zu tun, genauso wie das dogmatische Wissen um ein Göttliches immer etwas mit dem Glauben an die Substanzhaftigkeit und Ewigkeit unseres weltlichen, personalen Seins zu tun hat. Daher läuft die negative Theologie auf die letztendliche Einheit allen Seins hinaus, während im dogmatischen Christentum an der auf ewig festgeschriebenen Trennung allen Seins mit der Vergöttlichung des personalen Seins (als scheinbare »Rettung«) festgehalten wird.

Im Neuplatonismus wurde jedoch versucht, trotz der grundsätzlichen Transzendenz des göttlichen Einen dieses in einem besonderen, nach Eckhart „nichterkennenden Erkennen“ bestmöglich zu erkennen. Das „Übersteigen des Denkens“ wurde dabei sozusagen systematisch in so etwas wie eine Formel und einen Sinn gebracht. Für diesen Vorgang der „genuin philosophischen Mystik“ als das von Plotin genannte Übersteigen des Denkens und des Heraustretens aus den weltlichen Strukturen und nachfolgender Erkenntnis dieses Geschehens im Wiedereinsetzen der weltlichen Strukturen an der Grenze zwischen Welt und jenseitigem Einen steht im Neuplatonismus nichts anderes als der trinitarische Erkenntnisprozess dieser negativen Theologie. Das Trinitarische im Bezug zum Göttlichen ist also ursprünglich keine Erkenntnis oder Erfindung der jüdisch-christlichen Tradition, denn, so stellt Halfwassen fest:

„Es gehört zu den merkwürdigsten Ironien der Geschichte, dass ausgerechnet der erklärte Christenfeind Porphyrios mit seinem trinitarischen Gottesbegriff, den er aus der Interpretation der Chaldäischen Orakel entwickelte, zum wichtigsten Anreger für die Ausbildung des kirchlichen Trinitätsdogmas im 4. Jahrhundert wurde“20.

Aus dem, was für den damals vorherrschenden Neuplatonismus und die darauf gründende christliche negative Theologie die einzig mögliche Form der höchsten (nichterkennenden) Erkenntnis des göttlichen Einen an der Grenze zwischen geschaffener Welt und jenseitigem Einen war, machte die christlich-jüdische Tradition ein neues vorstellbares, dogmatisches Gottesbild mit göttlichen Personen inmitten einer scheinbar realen Welt. Hier sind zwei »geistige Kontinentalplatten«, die des griechischen Denkens und die des jüdischen Glaubens, aufeinandergestoßen und haben das »Gebirge« eines neuen, darin seltsamen trinitarischen Gottesbildes aufgeworfen. Von diesem dogmatischen Gottes- und Weltbild ist unsere Kultur bis heute geprägt, selbst wenn wir uns gar nicht mehr dazu bekennen, und auch in der modernen Naturwissenschaft, wenn sie es auf keinen Fall akzeptieren kann, dass diese von uns erkannte Welt letztlich nicht real sein soll.

Während das Gottesbild im jüdischen Monotheismus noch klar und eindeutig war, ist es im Christentum sozusagen nur noch ein Zwischending oder Kompromiss, der weder mit der jüdischen Tradition des Monotheismus noch mit der philosophischen der Griechen vereinbar ist. Darüber hinaus hat dieses neue Gottesbild das ursprüngliche, philosophische Verständnis der Trinität, und damit ihre eigene natürliche Wurzel, ganz im Sinne des jüdischen Ausschließlichkeitsglaubens konsequent verboten und verfolgt, erst in der Antike durch die Schließung der philosopischen Schulen und später im Inquisitionsprozess gegen Meister Eckhart. Vor allem auch deswegen erscheint es so, als ob „die Geisteswissenschaften zu keinem Ziel gekommen sind“.

Im Zuge dieser Reduzierung auf eine einfache dogmatische Glaubensaussage sind ebenfalls die wichtigsten Begriffe bzw. die der Welt zugrundeliegenden Kategorien der natürlichen und philosophischen Fassung des Absoluten, Einen völlig verschwunden, nämlich Raum und Zeit. Diese Begriffe spielen erst in der modernen Naturwissenschaft und in der neuzeitlichen Aufklärung bei Kant wieder eine entscheidende Rolle, allerdings gegenüber dem Neuplatonismus in einer unvollständigen Form. Denn in der neuplatonischen Relativierung der Welt sind bei Eckhart wie schon bei Plotin im Gegensatz zu Kant die Kategorien Zeit und Raum untrennbar mit der des Seins verbunden. Das in Zeit und Raum getrennte Sein ist die geschaffene Grundstruktur der Welt, d.h. erst Zeit und Raum konstituieren die Getrenntheit eines Seins von der zugrundeliegenden Einheit, ebenso wie umgekehrt Zeit und Raum nur an einem von anderem Sein getrennten Sein erfahrbar werden.

In Zeit und Raum getrenntes Sein ist somit die Grundkategorie der Welt. Das jenseitige und darin göttliche „einige Eine“ ist bei Eckhart wie bei Plotin dagegen ein „überseiendes Sein“ und in der Nichtvorstellbarkeit eine „überseiende Nichtheit“ als „reine Transzendenz des Absoluten“. Obwohl also Eckhart und Plotin im Gegensatz zu Kants „Ding an sich“ etwas über das Absolute aussagen, nämlich dass es im Gegensatz zum separierten Sein der Welt Eines ist, relativieren sie andererseits diese Aussage, da von dem wahren, wesenhaften Einen ganz im Sinne der negativen Theologie „schon die Aussage falsch ist, dass Es Eines ist, von dem es gibt und von dem deshalb auch gesagt wird, dass Es ist“21. Mit anderen Worten, wir können uns das wahre Eine oder Absolute gar nicht vorstellen, wir können in unseren Seins- und Denkstrukturen (die im Neuplatonismus „fundamental übereinstimmen“22) gar nicht anders, als uns ein Eines als ein in Zeit und Raum existierendes, uns darin irgendwie gegenüberstehendes Sein vorzustellen.

„Die Transzendenz des absoluten Einen nicht allein über alles Sein, sondern auch über alles Denken“ hängt im Neuplatonismus daher direkt mit der vollkommenen Relativität von Sein und Denken bzw. mit der der weltlichen Seins- und Erkenntnisstrukturen überhaupt zusammen. Wenn dagegen die weltlichen Strukturen, wie im »hypothetischen Realismus« angenommen, in Teilen real wären, müsste der Übergang vom Realen oder Absoluten in diesen Strukturen darin erkennbar, wissbar und in diesem Sinne erfahrbar sein. Das ist aber, außer in den vielen sich widersprechenden und vielfach in sich gespaltenen subjektiven Glaubensarten der Religion, in objektiver Hinsicht nur »hypothetisch« bzw. ganz offensichtlich nicht der Fall. Konsequenterweise ist somit auch die von uns erkannte Materie als physikalische Grundlage, von der aus das Bewusstsein erklärt werden soll, im Neuplatonismus nicht das Reale und Absolute, für das wir es halten:

„Die Materie ist für Plotin anders als für die meisten früheren Platoniker nicht nur von dem überseienden absoluten Einen abhängig, was vor Plotin bereits Eudoros von Alexandria und Moderatos von Gades gelehrt hatten, sondern Plotin lehrt als erster überhaupt, dass die Seele auch die Materie erst hervorbringt. Plotin deutet also die Weltschöpfung als die zeitlose Hervorbringung der gesamten erscheinenden Welt und der ihr zugrundeliegenden Materie durch die Seele.“23

Diese Konsequenz, die erst die Möglichkeit des von Plotin genannten „Hinaustretens“ aus den weltlichen Strukturen oder „Übersteigens“ der weltlichen Strukturen als „«jenseits des Geistes»“ und „«jenseits des Seins»“ eröffnet, zeigt sich in der folgenden Aussage auch bei Eckhart und stimmt darin faktisch mit der neurobiologischen Erkenntnis von Maturana und Varela überein: „Dort, wo niemals Zeit eindrang, niemals ein Bild hineinleuchtete: im Innersten und im Höchsten der Seele erschafft Gott die ganze Welt. Alles, was Gott erschuf vor sechstausend Jahren [bzw. nach heutigen weltlichen Erkenntnissen vor 14 Milliarden Jahren], und alles, was Gott noch nach tausend Jahren erschaffen wird, wenn die Welt (noch) so lange besteht, das erschafft Gott im Innersten und im Höchsten der Seele. Alles, was vergangen ist, und alles, was gegenwärtig ist, alles, was zukünftig so ist, das erschafft Gott im Innersten der Seele.“24

Mit dieser höchsten, göttlichen Erkenntnis, für die bei Eckhart im trinitarischen Prozess an der Grenze zwischen Welt und Jenseits das Sohn-Sein steht, befreit sich erst der Geist aus dem „kleinen Käfig des [in den weltlichen Grundstrukturen von Sein, Zeit und Raum gefangenen] Bewusstseins“ oder der platonischen Höhle, so dass Eckhart in Hinblick auf das dogmatische Sohn-Verständnis ketzerisch mit dem philosophischen trinitarischen Verständnis sagen kann: „Er gebiert mich als seinen Sohn und als denselben Sohn. Ich sage noch mehr: Er gebiert mich nicht allein als seinen Sohn; er gebiert mich als sich und sich als mich und mich als sein Sein und als seine Natur. Im innersten Quell, da quelle ich aus im Heiligen Geiste; da ist ein Leben und ein Sein und ein Werk.“25

„Die reine Transzendenz des Absoluten“ bleibt dabei (für die weltlichen Strukturen) in diesem trinitarischen Prozess stets erhalten (da sie darin ja überstiegen werden), bzw. es mündet in einem Selbsterkenntnisprozess des Absoluten mit Hilfe der weltlichen Strukturen, denn in sich, also ohne die weltlichen Strukturen, dürfe man „diesem Absoluten nicht zuschreiben, dass es denkt, und zwar auch nicht sich selbst“26. Hier liegt der neuplatonische letztendliche „Sinn des menschlichen Seins“. Trotz dieses trinitarischen Erkenntnisprozesses an der Grenze zwischen Welt und Jenseits ist „das letzte Endziel“ ganz gemäß der negativen Theologie nach Eckhart dabei wesenhaft stets „das verborgene Dunkel der ewigen Gottheit“, und das „ist unerkannt und ward nie erkannt und wird nie erkannt werden“27.

Mit heutigen Vorstellungen und Begriffen ausgedrückt heißt diese in der Antike gefundene Lösung, dass die Strukturen von Welt und (der substantiellen) Realität so strikt voneinander getrennt sind, dass wir in der Welt nicht einmal wissen, ob es diese substantielle Realität überhaupt gibt, geschweige denn, dass wir sie innerhalb unseren weltlichen Strukturen erkennen, wissen und „dingfest“ machen können. Eine substantielle Realität als Absolutes lässt sich vor allem nicht innerhalb unserer weltlichen Erkenntnisstrukturen fassen, so dass es räumlich »hinter« oder »über« bzw. zeitlich »nach« der Welt liegt. Es hat vielmehr direkt etwas mit unserem Sein und Erkennen zu tun, d.h. solange »wir« eine Welt hervorbringen, gibt es die absolute Realität darin nicht. Es verhält sich wie die beiden verschiedenen Deutungen ein und derselben Zeichnung in den sogenannten Vexierbildern: In einer Deutung ist nichts von der jeweils anderen zu finden, bzw. in Bezug auf die neuplatonische Relativierung des Seins: In der einen Deutung hat es die jeweils andere nie (als Sein) gegeben. Einzig Vergänglichkeit und Tod restlos aller weltlicher (Seins)Erscheinungen sind in der »Deutung« unserer Welt Hinweise oder Zeugen für eine überweltliche Realität.

Doch weil alle weltlichen Strukturen letztlich nicht real und substantiell vorhanden sind, sondern nach neuplatonischer Lehre geistig hervorgebracht, endet dieser Prozess nicht nur stets im Tod oder der Vergänglichkeit, sondern er kann im lebendigen menschlichen Leben zumindest für einen Augenblick (oder Eckharts „Funken“) zum Aussetzen gebracht oder überstiegen werden, was dadurch auf geistige Weise ein Heraustreten aus den weltlichen Strukturen ist. Das ist als apriorischer »Deutungswechsel« darin gleichzeitig die differenzlose und wesenhafte Verschmelzung mit der dadurch nicht mehr transzendenten Realität des Absoluten, dem Einen, in dem es eine Welt nie gegeben hat – genau wie beim apriorischen Wiedereintreten der weltlichen Strukturen das Absolute oder Eine nur eine bloße, verrückte Idee ist. Der trinitarische Prozess steht für die Unvereinbarkeit und das Paradoxe der beiden »Deutungen«, der weltlichen Struktur und dem Realen, Einen, Absoluten.

Erst mit dem urknallmäßigen, apriorischen Wiedereinsetzen der weltlichen Strukturen in einem lebendigen Sein kann das Verschmelzen mit der göttlichen Einheit in einem Bild erkannt werden – doch da ist die Einheit nicht mehr. Dieses Bild erscheint zwar als höchste Erkenntnis in der Welt, das sich paradoxerweise jedoch nur dann als wahr erweist, wenn es in einem armen und Heiligen Geist mit der gesamten im Geist geschaffenen Welt wesenhaft wieder vergeht, so dass das erkennende Sein darin mit der Einheit wiederum verschmilzt – um daraus in einem lebendigen Sein urknallmäßig wieder zu entstehen usw.

Außer im Tod können wir nur auf diese geistige, trinitarische Weise (als geistiger Tod und geistige Geburt) erfahren, was Realität oder das Absolute im Verhältnis zu unserem weltlichen Sein ist. In dieser dynamischen, fortlaufenden und geistigen trinitarischen Erkenntnis liegt das Ziel, an das die Geisteswissenschaft in der Antike gelangt ist und darin auch der Sinn des menschlichen Seins. Hinsichtlich der materiell-technischen Entwicklung ist unser Geist zwar dem der alten Griechen überlegen, doch was das Bewusstsein und sein Bezug zu der von uns darin erkannten Welt angeht, sind uns die alten griechischen Philosophen weiterhin haushoch überlegen, so hoch, dass wir das nicht einmal erkennen, selbst dann nicht, wenn die mathematischen Ausdrücke in der Quantenphysik es uns sagen. Doch gibt es dieses geistige Heraustreten aus den weltlichen Strukturen überhaupt, das ihre Relativität und Geschaffenheit belegen würde, oder ist und bleibt das in der Welt nur eine bloße, verrückte Idee? Wer meint, dass das in Zeit und Raum einmal geschehen ist und in Zeit und Raum geschehen könnte, und dass man diese Möglichkeit als Sein in der Welt wissen und besitzen kann, womöglich noch als ein bestimmter Rang in einer Erleuchtungskette, der befindet sich wie die dogmatische Religion auf einem „Holzweg“.

Kant hat mit seinem Apriori das Besondere des Verhältnisses zwischen dem „Ding an sich“ und der Welt in der neuzeitlichen Aufklärung durchaus richtig erkannt und darin praktisch schon die Probleme der Quantenphysik und Neurobiologie mit dem idealistischen Verständnis der Realität vorweggenommen, wenn er sagt:

„Ins Innere der Natur dringt Beobachtung und Zergliederung der Erscheinungen [Quantenphysik, Neurobiologie, Genetik usw.], und man kann nicht wissen, wie weit dieses mit der Zeit gehen werde. Jene transzendentalen Fragen aber, die über die Natur hinausgehen, würden wir bei allem dem doch niemals beantworten können, wenn uns auch die ganze Natur aufgedeckt wäre, da es uns nicht einmal gegeben ist, unser eigenes Gemüt mit einer anderen Anschauung, als der unseres inneren Sinnes, zu beobachten. Denn in demselben liegt das Geheimnis des Ursprungs unserer Sinnlichkeit. Ihre Beziehung auf ein Objekt, und was der transzendentale Grund dieser Einheit sei, liegt ohne Zweifel zu tief verborgen, als daß wir, die wir sogar uns selbst nur durch inneren Sinn, mithin als Erscheinung, kennen, ein so unschickliches Werkzeug unserer Nachforschung dazu brauchen könnten, etwas anderes, als immer wiederum Erscheinungen, aufzufinden, deren nichtsinnliche Ursache wir doch gern erforschen wollten.“28

Da das menschliche Sein wie das der gesamten Welt nur geschaffen oder konstruiert ist, kann es innerhalb dieser Welt keinen Sinn finden, auch wenn es irgendein Bild des Absoluten noch so dogmatisch in der Welt verehrt. Den wahren Sinn findet es erst durch das Heraustreten aus den weltlichen (Grund)Strukturen, was darin gleichbedeutend mit dem Vollzug der substantiellen, jenseitigen Realität und Einheit ist, egal ob als Tod, funkenhaftes geistiges „Heraustreten“ aus der Höhle des Bewusstseins oder auch als geistige, philosophische Suche in den Strukturen der Welt, was darin aber immer nur so etwas wie ein »Indizienprozess« sein und bleiben wird.

 

Das sich abzeichnende umfassende Heraustreten aus dem „kleinen Käfig des Bewusstseins“

Die idealistischen Lösungen sind bis auf wenige Ausnahmen wie die von Maturana und Varela heute ganz vergessen. Mit seinen technischen Erfolgen kann der Mensch diese Welt scheinbar beliebig nach seinen Vorstellungen gestalten, ohne eine idealistische Einsicht in das wahre Wesen seines Seins und desjenigen der von ihm erkannten Welt zu benötigen. Doch das scheint nur so und kann sich sehr schnell und effektiv ändern. Wilson thematisiert diesen Weg sogar in seinen Büchern, wenn er schreibt, dass wir gedankenlos die Biosphäre zerstören und damit unsere eigenen Aussichten auf dauerhafte Existenz, so dass die Entwicklung des Menschen als „Fortschreiten eines kopflosen, gefräßigen Molochs, der sich von der Biomasse genau des Lebens ernährt, das er zerstört“29 letztlich wie eine Krebskrankheit ein Angriff auf den Menschen selbst ist. „Wir sind ein evolutionäres Mischwesen, eine Chimärennatur, wir leben dank unserer Intelligenz, die von den Bedürfnissen des tierischen Instinkts gesteuert wird. Deswegen zerstören wir gedankenlos die Biosphäre und damit unsere eigenen Aussichten auf dauerhafte Existenz“30 sagt er in seinem Buch „Die soziale Eroberung der Erde“. Dort bekennt er seinen eigenen, allerdings ausdrücklich nur „blinden Glauben“, dass die Erde sich, „wenn wir es wollen, im 22. Jahrhundert in ein dauerhaftes Paradies für den Menschen verwandeln lässt“31. Ist diese Erwartung mehr als ein blinder Glaube?

Von der idealistischen Perspektive her kann der Mensch aufgrund seiner Geschaffenheit in seinen Strukturen nicht zur Ruhe oder zu einem Ziel kommen, er muss immer weiter wachsen, egal ob auf geistige oder materielle Weise, erst recht unter dem Einfluss von nicht mehr passenden Instinkten und auch in einer begrenzten, schon überbevölkerten Biosphäre. Einen wirklichen, substantiellen Sinn kann er nur im Heraustreten aus diesen Strukturen finden. Dieses Heraustreten aus der geschaffenen weltlichen Struktur wurde im Neuplatonismus und der negativen Theologie von einigen wenigen Menschen elegant und human auf geistige Weise als dynamischer göttlicher Erkenntnisprozess erreicht.

Doch die menschliche Entwicklung läuft auch ohne das geistig erreichte idealistische Ideal auf ein „Heraustreten“ aus den scheinbar so realen weltlichen Strukturen zu - nur auf im Verhältnis zu den geistigen Fähigkeiten des Menschen äußerst dumme, animalische Weise als Zerstörung der eigenen Lebensgrundlagen in einer begrenzten Biosphäre. Auch das ist darin zweifellos ein sogar sehr effektiver Weg zur höchsten Erkenntnis, vielleicht als idealistische Offenbarung im umfassenden und endgültigen physischen Scheitern der angestrebten realistischen Selbstverwirklichung viel effektiver, umfassender und tiefgehender, als es eine bloße Lehre je könnte.

Wenn auf der „Gratwanderung“ nach Maturana und Varela der idealistische Teil ignoriert wird, erzeugt das in der Welt gesetzmäßig stets paradoxe Ergebnisse, wozu für uns auch schon der Tod gehört (das Paradoxe der „Gratwanderung“ verlagert sich dann in die Welt). Das trifft daher nicht nur auf die Quantenphysik zu, sondern auch auf den Versuch des Menschen, mit seinem exzessiven Wachstum in dieser Welt mit ihrer begrenzten Biosphäre einen für real gehaltenen »Himmel auf Erden« anzustreben - und eine »Hölle auf Erden« zu erhalten. In dieser Apokalypse werden aber keine weltlichen Strukturen gerettet, verewigt und vergöttlicht, wie es im dogmatischen Christentum als Hoffnung geglaubt wird, sondern diese weltlichen Strukturen werden darin ganz im Gegenteil umfassend und ohne ein Wiedereintreten aufgehoben, um mit dem wahren Absoluten und Göttlichen als Ende dieser Welt endgültig zu verschmelzen.

Das Ende der Welt wird aus physikalischen oder astronomischen Gründen auf jeden Fall in irgendeiner Form letztlich eintreten, doch wenn es vom Menschen selbst herbeigeführt wird, indem er bei der angestrebten Verwirklichung seiner weltlichen Illusionen eigenhändig seine Biosphäre und Lebensgrundlagen zerstört, von der er nur scheinbar getrennt ist, wären das die idealen Voraussetzungen dazu, seinen „Holzweg“ im ausschließlichen Realismus zu erkennen und die idealistische Wahrheit vor dem endgültigen „Heraustreten“ aus der Welt größtmöglich zu vollziehen – trotzdem oder gerade weil der moderne Mensch mit seinem großen Glauben an das Reale und Absolute seines Seins sich das überhaupt nicht vorstellen kann.

1Edward O. Wilson, Der Sinn des menschlichen Lebens, München 2015

2Wilson 2015, S. 201

3Wilson 2015, S. 172f

4Wilson 2015, S. 53

5Wilson 2015, S. 175

6Wilson 2015, S. 171

7Wilson 2015. S. 171

8Wilson 2015, S. 176

9Wilson 2015, S. 203

10H.R. Maturana/ F.J. Varela, Der Baum der Erkenntnis, München 1987

11Maturana/Varela 1987, S. 259

12Vgl. Maturana/Varela 1987, S. 258-263

13Carl Friedrich von Weizsäcker, „Die Rückseite des Spiegels, gespiegelt“, In: Der Garten des Menschlichen, München 1977, S. 191

14Spektrum-Interview vom 14.03.2011, http://www.spektrum.de/alias/interview/interview-anton-zeilinger-die-suche-nach-dem-fundamentalen/1066262

15Vgl. Maturana/Varela 1987, S. 259

16J. Quint (Hrsg.), Meister Eckehart - Deutsche Predigten und Traktate -, Zürich 1979, Predigt 2, S. 164

17Jens Halfwassen, Plotin und der Neuplatonismus, München 2004

18Halfwassen 2004, S. 12

19Halfwassen 2004, S. 42

20Halfwassen 2004, S. 152

21Halfwassen 2004, S. 43

22Halfwassen 2004, S. 33

23Halfwassen 2004, S. 112

24Quint 1979, Pred. 43, S. 35

25Quint 1979, Pred. 7, S. 185

26Halfwassen 2004, S. 16

27Quint 1979, Pred. 23, S. 261

28Immanuel Kant, Kritik der Reinen Vernunft, B 334

29Wilson 2015, S. 138

30Edward O. Wilson, Die soziale Eroberung der Erde, München 2013, S. 23

31Wilson 2013, S. 355

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