*Religion, gesundheitsschädliches Verhalten, Kinderspiele*

** MVE-Liste Tagung vom 16.3. bis 18.3.2013 in Nürnberg

Herr Dr. Herrgen hielt einen Vortrag über Religion aus Sicht der Evolution. Bei der anschließenden Diskussion habe ich die Meinung vertreten, dass in der Vorzeit zwischen den Sippenmitgliedern, die religiös waren, und dem Schamanen eine Symbiose entstanden ist. Der Schamane profitierte, wenn die Sippenmitglieder religiös waren. Die religiösen Sippenmitglieder profitierten, wenn sie vom Schamanen begünstigt wurden. So wurden, bedingt durch die Selektion, die Menschen immer religiöser und die Schamanen immer mächtiger. Die Neigung zur Religion, ganz gleich welcher Art, dürfte zumindest zum Teil genetisch verankert sein. Weitere Hypothesen im Bereich der Religion werde ich demnächst veröffentlichen.

Zu dem Vortrag über gesundheitsschädliches Verhalten von Frau Reifegerste und Herrn Mersch habe ich in der anschließenden Diskussion die Meinung vertreten, dass es aus evolutionären Gründen einem jungen Mädchen ziemlich gleichgültig ist, wenn es aufgrund des Rauchens nach seiner fruchtbaren Zeit einen Lungenkrebs bekommt und daran stirbt. Wenn das Mädchen durch das Rauchen schlanker bleibt und dadurch einen attraktiveren bzw. genetisch wertvolleren Mann bekommt, dann hat sich das Rauchen gelohnt, denn aus Sicht der Natur ist es wichtiger, Kinder mit wertvollen Genen zu bekommen, als über die fruchtbare Zeit hinaus zu leben. Angst vor einem späteren Krebstod würde aus Sicht der Evolution bei einer Jugendlichen keinen Sinn machen.

Bei einer weiteren Diskussion zum Thema „Spielverhalten von Kindern“ habe ich die Meinung vertreten, dass Kinder, wenn sie kein modernes Spielzeug haben, vorzugsweise laufen und Verstecken spielen. Denn das Töten von Kindern im Krieg, so wie wir dies heute noch beobachten können, dürfte einen evolutionären Hintergrund haben und war in der Steinzeit sicher nicht ungewöhnlich. Wenn eine Sippe eine andere Sippe, mit der sie verfeindet ist, überfällt und die Kinder tötet, dann haben die Nachkommen der ersteren Sippe, sollten diese mit den Nachkommen der gegnerischen Sippe weiterhin Krieg führen, weniger Probleme, diese geschwächte Sippe zu besiegen. Deshalb ist es für Kinder, die sich nicht wehren können, äußerst wichtig, schnell laufen zu können und ein möglichst sicheres Versteck zu finden. Jungen und auch schizoide Mädchen halten sich gerne in unwegsamem Gelände auf, zum Beispiel in ehemaligen Kiesgruben, in denen sich bereits Bäume und Gebüsch angesiedelt haben. Wenn sich die Kinder mit dem Gelände vertraut machen, dann ist eine Flucht hier leichter möglich.**


Für einen Gedankenaustausch stehe ich gerne zur Verfügung.

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