Die schlanke Frau aus Sicht der Evolution

Die schlanke Frau

Ich denke, die veränderten Umweltbedingungen haben in unserem Kulturkreis dazu
beigetragen, dass seit einigen Jahrzehnten schlanke Frauen zunehmend schöner empfunden
werden. Die heutigen Frauen machen häufiger Karriere, sie sind also nicht mehr überwiegend für Hausarbeit und Kindererziehung verantwortlich. Sie bewegen sich deshalb häufiger außerhalb des Kontrollbereichs des Mannes. Das Schönheitsempfinden des Mannes für die Frauen sollte sich nach den Gesetzen der Evolution ändern, wenn sich die äußeren Bedingungen ändern.

Auch das Schönheitsempfinden der Frau sollte sich ihren Geschlechtsgenossinnen gegenüber ändern. Die Frauen müssen schließlich wissen, welche Frau als Konkurrentin zu betrachten ist.

Da sich das Schönheitsempfinden offensichtlich in kurzer Zeit durch kulturelle Einflüsse oder veränderte Umweltbedingungen ändern kann, erscheint es wahrscheinlich, dass es in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit zumindest gelegentlich Bedingungen gegeben hat, bei denen es sinnvoll war, dass sich das Schönheitsempfinden innerhalb kurzer Zeit änderte.

Es ist bekannt, dass sich der Mensch an die jeweilige Lebenssituation meist sehr gut anpassen kann. Diese Flexibilität und Anpassungsfähigkeit im Schönheitsempfinden ermöglicht es dem Menschen, auf die jeweiligen Veränderungen zu reagieren und eine bestimmte Frau als schön oder weniger schön zu empfinden. Die Notwendigkeit zur Flexibilität trifft jedoch nicht auf alle Bereiche gleichermaßen zu, denn eine schnelle Anpassungsfähigkeit im Schönheitsempfinden ist nicht immer notwendig und sinnvoll, zum Beispiel bei der Taille (darüber in nächster Zeit mehr). So ist beispielsweise das Schönheitsempfinden für die Taille weitgehend genetisch festgelegt, während das Schönheitsempfinden für Körperfülle nicht so sehr festgelegt ist und durch die Kultur deutlich geprägt werden kann. Die Flexibilität wird natürlich wieder durch die Gene bestimmt.

Wenn ein Mensch im Schönheitsempfinden flexibel ist, dann hat er einen Fitnessvorteil, da er sich ändernden Bedingungen, wie z. B. Hungerzeiten und Zeiten mit ausreichend Nahrung, besser anpassen kann und somit zu bestimmten Zeiten füllige Frauen und zu anderen Zeiten wieder schlanke Frauen als schön empfindet. Der Mensch kann sich Veränderungen, die durch die Kultur entstehen, besser anpassen. Es ist meist von Nachteil, wenn ein Mensch sich der Kultur nicht anpasst, denn für einen Menschen ist es oft verhängnisvoll, wenn er gegen den Strom schwimmt. Und dies war in der Steinzeit besonders gefährlich.

In früheren Zeiten lebten die Menschen in Sippen und später auch in Dorfgemeinschaften
zusammen. Die Menschen kannten sich untereinander und wenn ein Mann eine Frau begehrte, dann war sie ihm meist schon seit vielen Jahren bekannt. Deshalb konnte er das Risiko besser einschätzen, ob sie eventuell bereits schwanger war.

Dies ist in der heutigen Zeit meist völlig anders. Wenn heute ein Mann eine Frau kennen
lernt, dann weiß er meist nicht, woher sie kommt und in welcher Beziehung sie schon stand
oder noch steht. Er kann also – wenn man davon ausgeht, dass die Gene noch nicht „wissen“, dass es eine Pille gibt – nicht einschätzen, wie groß das Risiko ist, dass er eine Schwangere zur Frau nimmt. Daher ist es wichtig, dass er auf figürliche Merkmale achtet, die möglichst frühzeitig auf eine Schwangerschaft hindeuten. Da eine schlanke Frau eine Schwangerschaft nicht so leicht verbergen kann als eine füllige Frau, ist es sinnvoll, dass sich der Sinn für eine schöne Figur dahingehend ändert, dass schlanke Frauen schöner empfunden werden.

Da zurzeit in der westlichen Welt keine Hungersnot droht, ist es auch nicht von Nachteil,
wenn die Frau schlank ist. Schließlich ist es heute nicht mehr notwendig, dass sich eine Frau
reichliche Fettreserven anlegt.

Und selbst wenn in früheren Zeiten eine Frau zu mager war, um Kinder zu bekommen, jedoch gesund erschien (dies ist bei nicht zu dünnen Oberschenkeln und deutlich sichtbarer Aktivität anzunehmen), dann brauchte er sie nur ausreichend mit Lebensmittel zu versorgen und sie war wahrscheinlich bald in der Lage, ähnlich viele Kinder zu gebären und ähnlich gut Ihre Aufgaben zu erfüllen als eine Frau, die schon immer fülliger war. Das Risiko, dass er eine schwangere Frau zu seiner Frau nahm, war hier besonders gering. Deshalb kann heute auch eine sehr dünne Frau bei vielen Männern als schön empfunden werden, besonders wenn Sie relativ kräftige Beine mit fester Muskulatur (ausreichende Eiweißversorgung), ein ausreichend breites Becken und eine ausgeprägte Taille hat.

Wenn ein Mann in der Vergangenheit gelegentlich Bedingungen vorfand, bei denen er öfter
auf unbekannte aktive und selbständige Frauen traf, dann war es aus genetischer Sicht damals für ihn sinnvoll, wenn er ähnliche Vorlieben entwickelte, bzw. schlanke Frauen schön und begehrenswert fand und somit darauf achtete, dass die Frau möglichst nicht schwanger war. Selbst wenn er diese Frau nicht zu seiner Frau nahm, wird er auf eine schlanke Figur mit deutlich betonter Taille geachtet haben. Falls diese Frau ein Kind von ihm bekam, war es auch dann vorteilhaft für seine Gene, wenn sie möglicherweise mit einem Kuckuckskind wieder bei einem anderen Mann lebte. Er musste weder für diese Frau noch für das Kind sorgen (dass es auch andere Motive für einen Geschlechtsverkehr gibt, habe ich hier wegen der Komplexität außer Acht gelassen).

Heute kommt es, seit die Frauen emanzipiert und berufstätig sind, öfter vor, dass ein Mann
mit einer Frau Geschlechtsverkehr hat, die er vorher nicht kannte. Deshalb muss sich sein
Schönheitssinn entsprechend ändern.

Füllige Frauen erscheinen heute weniger schön als zu früheren Zeiten, da man bei ihnen eine
Schwangerschaft meist später erkennt. Wie oben bereits erwähnt, konnte die Evolution auf die Pille, die es erst seit wenigen Jahrzehnten gibt, noch nicht reagieren, sodass das
Reaktionsmuster der Männer in diesem Punkt noch steinzeitlich ist.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Eine schlanke Frau konnte schon immer eine
Schwangerschaft schlechter verbergen als eine füllige Frau. Daher erscheint es unter den
genannten Umständen sinnvoll, dass sich der Sinn für Schönheit bzw. für eine schöne Figur
dahingehend verändert hat, dass schlanke Frauen mit schmaler Taille als schöner und
begehrenswerter empfunden werden. Hier ist aus den genannten Gründen das Risiko, dass ein Mann, dem Diktat der Gene folgend, bei einer bereits schwangeren Frau einen vergeblichen Befruchtungsversuch anstrebt, geringer. Dass ein Mann unbedingt verhindern will, dass die Frau schwanger wird, kann in den Genen kaum verankert sein.


Werner Fischer

Telefon 08731/73099

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Homepage: www.fischer-werner-evolution.de

 

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