• Geschrieben von Bernd Ehlert

Reflexion und Kritik der MVE-Tagung 2014

Der Titel der Tagung lautete: „Dimensionen der Menschwerdung – Genese und Perspektiven evolutionärer Modelle“. Die nähere Beschreibung der Organisatoren zu dieser natürlichen und evolutiven Menschwerdung enthält den Begriff der „darwinschen Kränkung“ und den Hinweis auf die hierbei nicht mehr ernst zu nehmenden Antworten der Religion und weckte so die Erwartung, dass es bei dieser Tagung vor allem um grundsätzliche Fragen und Theorien der evolutionären Menschwerdung gehen sollte. Unter dem Punkt phylogenetische Menschwerdung ist etwa in dem call for papers zu lesen: „Wie wurde der Mensch zum Mensch?“ oder: „Wie haben wir uns im Stammbaum unserer Ahnenreihe...

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  • Geschrieben von Bernd Ehlert

Kategorienfehler in der modernen Naturwissenschaft

Die bestrittene Willensfreiheit in der Neurobiologie und das egoistische Gen der Soziobiologie, zwei Kategorienfehler der modernen Naturwissenschaft, die „böse in die Irre führen“

 Viele Neurobiologen bestreiten die Willensfreiheit des Menschen und fordern, da die Menschen dieser Erkenntnis nach nicht für ihre Taten verantwortlich gemacht werden können, eine grundlegende Reform bzw. gar die Abschaffung des bisherigen Strafrechts. In der Soziobiologie wird das Sozialverhalten des Menschen allein mit einem gen-zentrierten Ansatz von der Evolutionstheorie her verstanden, und zwar unter Leugnung der Eigenständigkeit des geistig-kulturellen Seins des Menschen als Kategorie eigener Art. Das läuft...

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  • Geschrieben von Bernd Ehlert

Zwei Extremfälle der aktuellen Evolution des Menschen

Dem Verständnis von Konrad Lorenz nach ist die geistige Ebene des Menschen als eigenständige und eigengesetzliche „Schicht“ zu verstehen. Die neuronalen Abstraktionen bestimmen auf dieser Ebene nicht nur das Verhalten des Individuums, sondern als religiöse, politische, (natur)wissenschaftliche usw. Ideen auch das Zusammenleben und die Struktur der Gesellschaften – allerdings im Zusammenspiel mit der emotionalen Ebene als Verhaltenssteuerung unseres animalischen Erbes, das als darunterliegende „Schicht“ ja genetisch verankert und insofern weiter wirksam ist.

Von dieser Perspektive her lassen sich aktuell zwei Extremfälle der durch diese beiden Ebenen oder Schichten bedingten Entwicklung...

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  • Geschrieben von Bernd Ehlert

Darwins evolutionäres Religionsverständnis

Darwins evolutionäres Religionsverständnis

Zwölf Jahre nach seinem Hauptwerk „Über die Entstehung der Arten“ veröffentlicht Charles Darwin 1871 sein Werk „Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl“. Darin wendet er seine Evolutionstheorie konsequent auch auf das Sein des Menschen an. In dem großen Prozess der evolutionären Menschwerdung, den Darwin beschreibt, spielt, „höchst wichtig“, auch der religiöse Glaube eine große Rolle. Darin hält Darwin nicht den übernatürlichen Inhalt des religiösen Glaubens für wahr, sondern der religiöse Glaube beinhaltet für ihn allgemein als rein natürliches...

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  • Geschrieben von Bernd Ehlert

Wird Kant durch die evolutionäre Erkenntnistheorie widerlegt oder bestätigt?

Moderne Naturwissenschaft gegen Geisteswissenschaft oder Realismus gegen Idealismus: Wird Kant durch die evolutionäre Erkenntnistheorie widerlegt oder bestätigt?

Der hypothetische Realismus der modernen Naturwissenschaft erhebt den Anspruch, Kants Transzendentalphilosophie in ihrem Kern durch die evolutionäre Erkenntnistheorie widerlegt zu haben, wie es etwa Gerhard Vollmer mit seinem Buch „Evolutionäre Erkenntnistheorie“ vollzieht. Insbesondere von philosophischer Seite wird das entschieden bestritten, wobei beide Seiten sich gegenseitig grundsätzliche Fehler vorhalten. Jedoch verwenden die beiden Neurobiologen Humberto R. Maturana und Francisco J. Varela in ihrem Buch „Der Baum der...

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