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Willkommen beim Internet Angebot der interdisziplinären deutschsprachigen Liste "Menschliches Verhalten in evolutionärer Perspektive".Sie finden auf diesen Seiten eine Liste mit Adressen von Forschern und Personen verschiedener Teildisziplinen, die im Bereich des menschlichen Verhaltens im Kontext der Evolutionstheorie arbeiten. Desweiteren bieten wir aktuelle Informationen, Termine, Buecher und Texte zum Thema.

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Call for papers - Evolutionäre Soziologie: Zum Verhältnis von Evolutionstheorie und Soziologie

Ad-hoc-Gruppe “Evolutionäre Soziologie: Zum Verhältnis von Evolutionstheorie und Soziologie”  

Organisation: Manfred Hammerl (Universität Graz)
 
„Soziologie zwischen Theorie und Praxis“ – Österreichischer Kongress für Soziologie, 7. – 9. Dezember 2017, Graz
 
Diese Ad-hoc-Gruppe knüpft an die erste zu diesem Thema durchgeführte Gruppe am ÖGSKongress 2015 (unter dem Titel „Sozio(bio)logisch?“) an. Die Relevanz evolutionärer Erklärungen für menschliches Verhalten und menschliche Interaktions- und Gesellschaftsformen hat seither nicht abgenommen – im Gegenteil. Evolutionäre Disziplinen wie bspw. die Evolutionspsychologie tragen mit ihren Befunden fortwährend und in immer breiterem Umfang zum tieferen Verständnis sozialer Phänomene bei. In Disziplinen wie Psychologie, Ökonomie, Marketing, Architektur, Medizin, Anthropologie usw. haben sich längst neue – evolutionäre – Forschungsfelder aufgetan und etabliert. Die Soziologie, scheint es, bemüht sich eher noch um Abgrenzung und vernachlässigt die menschliche Evolutionsgeschichte teils systematisch in ihren Erklärungsmodellen. Dies mag nicht selten an Missverständnissen bzw. falschen Annahmen über evolutionäre Erklärungen liegen. Es besteht dadurch jedenfalls die Gefahr, sich um ein vertieftes Verständnis der menschlichen Natur zu bringen. Vor allem im deutschsprachigen Raum finden sich nur vereinzelt Beiträge in der soziologischen Literatur; international sieht dies anders aus. Hopcroft (2015, 2010), Walsh (2014), Sanderson (2014), Lopreato/Crippen (2001) u. a. implementieren evolutionäre Erkenntnisse bzw. generell eine evolutionäre Denkweise in ihrer soziologischen Forschung.
 
Dabei hat dieser Diskurs bereits Ende der 1970er Jahre begonnen, kurz nach dem Entstehen neuer, auf Darwins Evolutionstheorie fußender, evolutionärer Disziplinen, wie bspw. Soziobiologie, Evolutionspsychologie, Verhaltensökologie. Soziologen wie Ellis (1977), Van Den Berghe (1978), Meyer (1982) oder Nielsen (1994) sprachen sich schon frühzeitig für ein Nachdenken darüber aus, ob aus diesen Disziplinen nicht doch überaus nützliches für die Soziologie ans Licht kommen könnte. Aufgrund ähnlicher Untersuchungsobjekte (nur auf unterschiedlichen Analyseebenen) lässt sich festhalten, dass ein Nachbarschaftsverhältnis zwischen evolutionären Disziplinen und der Soziologie besteht. Lange Zeit gab es Ressentiments, wohl aus der Befürchtung einer Vereinnahmung der Soziologie durch die Biologie heraus. Tatsächlich können sich die Disziplinen untereinander aber nur ergänzen und von den Erkenntnissen der jeweils anderen lernen. Ziel dieser Ad-hoc-Gruppe ist es daher, bereits auf diesem Gebiet forschende SoziologInnen, Forschende aus evolutionären Disziplinen (Evolutionspsychologie, Soziobiologie, usw.) sowie alle daran Interessierten (seien es BefürworterInnen oder KritikerInnen) zur Diskussion zusammen zu bringen und einen Überblick über den aktuellen Stand zu diesem Thema in der Soziologie zu gewinnen. Darüber hinaus soll im Anschluss auch Gelegenheit sein, um über künftige Aktivitäten wie etwa eine Vernetzung zu diskutieren.
 
Zur Einreichung möglich ist ein breites Spektrum an Beiträgen, seien es konzeptionelle Beiträge, empirische Beiträge oder Diskussionsbeiträge. Das Themenspektrum kann dabei u. a. folgende sozialwissenschaftlich wie auch evolutionär höchst relevante Themengebiete umfassen: 
  • Attraktivitätsforschung
  • Devianzforschung
  • Familienforschung
  • Geschichte des Verhältnisses von Evolutionstheorie und Soziologie
  • Geschlechterforschung
  • Gesundheitsforschung
  • Konsumverhaltensforschung
  • Partnerwahl
  • Soziale Ungleichheit
  • Stadtforschung („Homo Urbanus“)
Diese Aufzählung ist natürlich nicht vollständig, Einreichungen aus sämtlichen Bereichen der evolutionären sozialwissenschaftlichen Forschung sind höchst willkommen.
 
Bitte senden Sie einen Abstract bzw. eine kurze Skizze Ihres Beitragsvorschlags im Umfang von bis zu 1 Seite (ca. 200 – 500 Wörter) bis spätestens 16. Juli 2017 an Manfred Hammerl (KFU Graz): Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Eine Verständigung erfolgt unverzüglich, sodass bei Annahme Ihres Beitrags eine Anmeldung zum ÖGS-Kongress zum Frühbucherpreis noch leicht möglich ist.
 
Link zur Website des ÖGS-Kongresses: http://oegs.ac.at/oegs-kongress-graz2017/
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